Stationen der Schulentwicklung
Schulprogramm (Januar 2006)
In den letzten Jahren hat sich im Kollegium eine Umstrukturierung vollzogen: Dienstältere Kolleginnen und Kollegen wurden pensioniert, jüngere kamen hinzu. Diese heterogene Altersstruktur in Verbindung mit einem Wechsel der Schulleitung gab den Anstoß für Veränderungsprozesse. Indem das Kollegium eine 1. Fassung des Schulprogramms komplett überarbeitete und sich dabei inhaltlich mit wichtigen Bereichen des Grundschulunterrichts auseinandersetzte, wurde ein Schulentwicklungsprozess in Gang gesetzt. Wenn vorher oftmals nur in Einzelinitiative gearbeitet wurde, so ist durch Arbeit am Schulprogramm ein gemeinsamer Rahmen entstanden. Die Grundlagen der gemeinsamen pädagogischen Arbeit für die nächsten Jahre sind gelegt worden.
Das Leitbild unseres Schulprogramms lautet:
"WOLLEN – MACHEN – KÖNNEN - Schule als Entfaltungsraum"
"Vier tragende Säulen" sind uns dabei wichtig:• Lernen mit allen Sinnen
• Entwickeln und Ausbauen individueller Neigungen
• lebensnahes Lernen
• ganzheitliche Ausrichtung: musisch, sportlich, alltagsnah (praktisch), kognitiv
Wir möchten in unserer Schule vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten anregen. Lernen soll sich möglichst lebensnah unter Berücksichtigung aller Sinne vollziehen. Dabei sollen die Kinder ihre vielfältigen musischen, kreativen, sportlichen und praktischen Potenziale entdecken bzw. einbringen, entwickeln und ausbauen können. Wir streben gleichermaßen eine verstärkte Ausrichtung auf offene projekt- und handlungsorientierte Unterrichtsformen sowie eine Erweiterung der bestehenden AG - Angebote an.
Das Schulprogramm wurde durch die Schulkonferenz und dem Schulelternbeirat im Januar 2006 verabschiedet und ist an das Staatliche Schulamt zur endgültigen Genehmigung weitergeleitet worden.
Über das Erörtern und Finden gemeinsamer Ziele hat ein Prozess eingesetzt, der sich förderlich für das Miteinander auswirkt. Einige Projekte konnten bereits in die laufende Arbeit integriert werden.
Wie zeigen sich Zielsetzungen des Schulprogramms in der alltäglichen schulischen Arbeit bzw. im Schulbetrieb?
- Verbesserung der Ausstattung des Computerraums
- Einrichtung einer Schülerbücherei
- "Wiederbelebung" der Tonwerkstatt
- Anschaffung neuer Unterrichtsmaterialien im Fach Religion
- AG-Angebot: Darstellendes Spiel als Grundlage zur Förderung sozialer Kompetenz
- Gestaltung des Schulhofes durch Aufbau eines Klettergerüsts
- Verbesserte Qualifikationen im Fach Musik für fachfremde Lehrkräfte durch eine Fortbildungsveranstaltung
- Maßnahmenkatalog zur Förderung der Lesekompetenz und Lesemotivation (Lesekonzept)
- Weiterentwicklung des Schuleingangsverfahrens: Zusammenarbeit mit den Kigas, Schnupper - und Kennenlerntage
- Entscheidung für ein geeignetes Projekt zur Thematik Gewaltprävention (Stärkung der sozialen Kompetenzen)
Förderkonzept (Herbst 2008)
Die Grundschule
hat im Herbst 2006 ein Förderkonzept entwickelt.
Oberste Priorität hat dabei ein positiver Ansatz,
d.h. Stärken und Ressourcen
sind der Ausgangspunkt. Es werden kleinschrittig, konkrete Maßnahmen
überlegt. Es gibt einen Zeitrahmen mit festen Vereinbarungen und der
Benennung von Zuständigkeiten. Eine Absprache mit den Eltern findet
statt.
Förderpläne werden erstellt für Kinder:
- mit einer (äußeren) Fördermaßnahme zur
Überwindung von Lerndefiziten in Deutsch und in Mathematik
- mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen (VOLRR)
- bei denen sonderpädagogische Überprüfung abzusehen ist
- mit
sprachheilpädagogischer Förderung
- mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die
eine Integrationsklasse besuchen
- die die Vorklasse besuchen
- im Falle einer Nichtversetzung
1.Pädagogischer Tag (Februar 2007)
Vom "Pädagogischen Tag" im Februar 2007 ging ein weiterer wichtiger Impuls für unsere Schulentwicklung aus. Dreh- und Angelpunkt dieser schulinternen Fortbildung war das Thema "Werte und Grundhaltungen". Wir als Kollegium richteten den Blick auf unser Tun, wir schauten auf das Miteinander und auf bestehende Regelungen – mit anderen Worten: Wir schauten auf das, was "läuft" oder "nicht läuft" bzw. was wir ändern wollen. Alle die zur Schule gehören, wurden einbezogen: Schülerinnen und Schüler, die Eltern (Elternvertreter) und die Lehrerinnen und Lehrer.
Die Umsetzung der Zielsetzungen des Pädagogischen Tages vollzogen sich schrittweise bis zum Sommer 2008.
"Erweiterung der Methodenkompetenz in der Grundschule" - Trainings-und Unterstützungsprojekt für Grundschulen (von Mai 2007 bis April 2008)
Das gesamte Kollegium nahm an dieser Fortbildungsmaßnahme teil, die sich über anderthalb Jahre erstreckte. Die Entscheidung für dieses Vorhaben fiel uns nicht leicht, da wir alle bereits durch eine Fülle verschiedenster Aufgaben im "System Schule" eingebunden und stark gefordert sind.
Dennoch bieten sich folgende Vorteile:
- Die Förderung des selbstständigen, eigenverantwortlichen Arbeiten und Lernens im täglichen Unterricht ist die Zielsetzung des Projektes.
- Der Bezug zum Schulprogramm ist gegeben, da eine Entscheidung für ein Projekt zum Thema Gewaltprävention / Stärkung der sozialen Kompetenzen noch ausstand.
- Die weiterführende Schule (Freiherr-vom-Stein-Schule) arbeitet seit einiger Zeit nach dieser Methode.
- Ein systemisches Vorgehen ist gewährleistet, denn alle Lehrkräfte des Kollegiums sind einbezogen.
- Voraussichtlich ergeben sich Synergie - Effekte zu noch anstehenden Aufgaben (z.B. für Bildungsstands).
Übungen zu Gruppenarbeit und Teamentwicklung



Das
Schriftsprachkonzept der Grundschule Hessisch Lichtenau
Grundzüge des Schriftsprachkonzeptes:
- Der Aufbau von Schriftsprachkompetenz für die Jahrgänge 1 und 2 ist die Zielsetzung.
- Ausgangspunkte für die Entwicklung waren u.a. die uneinheitliche Vorgehensweise von Seiten der Lehrkräfte und die Unzufriedenheit mit dem Ist-Stand (Rechtschreibprobleme der Schüler/innen).
- Rechtschriftliches Lernen ist ein Entwicklungsprozess, in dem von Kritzelbildern ausgehend bis zur ausgeprägten orthographischen Kompetenz Entwicklungsstufen durchlaufen werden.
- Diagnostische Maßnahmen (z.B. Hamburger Schreibprobe nach 1. Halbjahr) werden vereinheitlicht.
- Orientierung am ‚Erdgeschoss‘ des ‚Hauses der Rechtschreibung‘ (Naumann), dem die alphabetische Strategie zugrunde liegt. Bei der voll entfalteten alphabetischen Strategie wird die lautliche Struktur eines Wortes vollständig „lautgetreu“ (phonetisch korrekt, nicht orthografisch korrekt) wiedergegeben.
- Für die Didaktik/Methodik gilt: Die Aufbereitung liegt in der Unterrichtskompetenz jeder Lehrerin.
- Für die Jahrgänge 3 und 4 empfiehlt sich eine fortlaufende Orientierung am ‚Haus der Rechtschreibung‘.
Geplante zukünftige Vorhaben („Baustellen“)
- Erziehungsvereinbarungen
- Umsetzen des Bildungsplans 1-10
- Schulhofgestaltung
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